Antouren mit der Kuh in Luxemburg am 2. April

Winternachwirkungen im Sûretal Winternachwirkungen im Sûretal

Der Prüfungsstress lag nun endlich hinter mir und mit 25 Grad im April waren heute die idealen Bedingungen für ein gescheites Antouren der Saison 2011 gegeben. Bewaffnet mit Reservekanistern in den Krausern machte ich mich also mal wieder auf den Weg nach Luxemburg.
Ein weiteres mal bog ich dabei ins Tal der Sûre auf die Straße Richtung Goebelsmuhle ein. Doch boten sich mir dort, wegen der noch kahlen Vegetation, diesmal weitreichendere Eindrücke: Die Folgen eines Hochwassers waren noch sichtbar und auch zum ersten mal der Grund für die beiden provesorisch anmutenden Stahlbrücken mit Holzfahrbahn, die die Straße kurz auf das andere Flußufer führen. Offensichtlich wurde die Straße von einem heftigen Erdrutsch unpassierbar gemacht.

Erdrutsch & Steinschlag - Der Grund für die Holzbrücken Erdrutsch & Steinschlag - Der Grund für die Holzbrücken
Eine der beiden Brücken Eintritt allerstrengstens verboten
Zertrümmerte Leitplanke Einige Brocken haben es bis in den Fluss geschafft
Der abgerutschte Hang

Unter Einsatz meines Lebens (laut Schild) drang ich in den total, allerstrengstens verbotenen Bereich ein, um mir die Sache aus der Nähe anzusehen.

Ein paar mächtige Brocken lagen noch auf der Straße, andere waren gleich weitergerollt und im Fluss baden gegangen. Dabei hatten sie unterwegs die Leitplanke zerfetzt.

Die abegrutschten Erdmassen wurden schon am Eingang der Straße aufgetürmt, vielleicht um abtransportiert zu werden. Da die Umleitung der Straße über das andere Ufer aber schon seit Jahren besteht und der Hang immernoch recht instabil aussieht, wurde dieser Plan wohl aufgegeben.

Blick ins Sûretal von der N27 aus
Kurven auf der N27 Richtung Esch-sur-Sûre

Meine Tour führte mich diesmal weiter durchs Sûretal bis kurz vor Esch-sur-Sûre. Dabei steigt die N27 sehr fahrenswert an und gibt danach einen sehr ansehnlichen Blick ins Tal preis.
Über Goesdorf und Bourscheid gelangte ich schließlich zurück nach Ettelbrück. Inklusive eines kurzen Abstechers nach Masseler (leider Sackgasse) sorgten auch diese Strecken für ordentlichen Fahrspaß mit vielen geschwungenen Kurven, Serpentinen und griffigem Straßenbelag!

Gerne hätte ich mich noch weiter ausgetobt, doch dann mußte ich die Heimfahrt antreten, um das bevorstehende Angrillen nicht zu versäumen.