Schwarzwald 2012 (Seite 1)

Von Aachen nach Heilbronn - 22. Juni

Die vollgepackte Trophy-Spocht im Hunsrück

Straße 4. Ordnung im Hunsrück

Der Sommer 2012 fand bislang wettertechnisch so gut wie nicht statt. Ausgerechnet an den langen Wochenenden in Mai und Juni waren die Vorhersagen meist sehr durchwachsen. Entsprechend mussten wir den diesjähren Mopedurlaub ein ums andere Mal verschieben. Vom 22. bis 26. Juni sollte es dann endlich soweit sein und wir planten mit einer Trophy-Spocht-Armada bestehend aus den entsprechenden Maschinen von Marc, Richy und mir auf einem Campingplatz in Heilbronn einzufallen und von dort aus unter anderem den Schwarzwald zu erkunden.

Auf den obigen Fotos sieht man meine vollgepackte Spocht auf dem Hinweg, die wie immer den Hauptgepäckteil zu transportieren hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die Eifel von Aachen aus in Richtung Mosel durchquert, letztere überquert, und befand mich folglich im Hunsrück. Dort befuhr ich hauptsächlich Straßen niedriger Ordnung, sodass ich zügig voran kam, ohne ständig hinter Autos festzuhängen. Dabei konnte ich, nachdem ich die mich verfolgende Wolke abgehängt hatte, bei immer besser werdendem Wetter auch zunehmend die Landschaft genießen (unten).

Gegen 17 Uhr traf ich schließlich Marc am Campingplatz und wir konnten nach Zeltaufbau und Grillen das Deutschlandspiel im Campingplatz-Biergachten genießen...

Gefahrene Route

Hunsrück-Panorama - Blick ins Nahetal

Von Leipzig nach Heilbronn - 22. Juni

Vollbeladene Spocht kurz vor der Abfahrt

Da wir drei uns endlich auf ein trockenes Wochenende einigen konnten beschlossen wir uns in der Nähe von Heilbronn zu treffen und dort einen Kurzurlaub zu verbringen.

Nachdem ich die ES mit Zelt, Schlafsack, Isomatte und ein paar Sachen bestückt hatte konnte es auch schon losgehen.

Um die ersten Kilometer etwas schneller vorwärts zu kommen beschloss ich bis Triptis auf der Autobahn und dann durch das Thüringer Schiefergebirge weiter zu fahren. Eine sehr gute Entscheidung wie sich später herrausstellte, viele kleine kurvige und vor allem leere Landstraßen auf denen die ES locker vorwärts rollen konnte.

 Baumallee in Bayern

Burg am Wegesrande
Baumallee in Bayern

Ich kam mit der ES erstaunlicherweise recht schnell vorwärts, so konnte ich mir die Zeit nehmen um ein paar Fotos zu machen. Bald schon ließ ich Bayern hinter mir und rollte in Baden Würtemberg ein, mein Weg führte mich durch viele kleine kurvige Täler.

Trotz vieler kleiner Straßen und der gewollten Umwege war ich etwas zu früh dran und vertrieb mir die Zeit indem ich ein Panoramafoto des Breitenauer Sees machte. Der Aussichtspunkt in Löwenstein eignete sich perfekt für das Foto. Kurz danach fuhr ich zu dem vereinbarten Treffpunkt und nach ein "paar" Minuten trafen Steven und Richard ein, wir bauten das Zelt auf, aßen eine Kleinigkeit und schauten uns das Deutschlandspiel an.

Kurze Rast mit der Spocht Kurvige Täler
Panorama Breitenauer See

Schwachzwaldtouring - 23. Juni

Elektropanne an Steven seiner Spocht

Steven und Marc machen ordentliche Fotos während Richy sie dabei observiert

Nachdem wir uns von der Siegesfeier (4:2 gegen Griechenland) halbwegs erholt hatten, starteten wir mit einem Frühstück beim Bäcker in den nächsten Tag. Danach sollte es dann auf eine ausgedehnte Schwarzwaldrunde gehen.

Dabei wurden wir schon auf dem Hinweg mehrfach aufgehalten, weil an meinem fahrbaren Untersatz ständig die Elektrik, in Form fliegender Sicherungen, streikte. Eigentlich dachte ich dieses Problem vor dem Urlaub in mehrstündiger Arbeit erlegt zu haben - falsch gedacht. Schließlich fand ich noch vor dem Einsatz der letzten Ersatzsicherung die Ursache im, an einer nahezu unsichtbaren Stelle, durchgescheuerten Kabel des Abblendlichts. Dieses wurde dann kurzerhand stillgelegt und die Fernlichtleitung auf das Abblendlicht gelegt, damit ich nicht ständig alle Leute blende, aber trotzdem über Licht verfüge.
Während der Bastelpausen kamen immer wieder Schaulustige unsere drei nahezu gleichen Ost-Oldtimer bestaunen und erklärten uns dann, dass sie früher auch selber viel mit einer solchen Kreidler oder Hercules unterwegs waren. Da wir ja eigentlich meinen Elektrikfehler finden wollten ließen wir sie oft in dem Glauben...

Schließlich erreichten wir dann doch noch gegen Mittag den Schwarzwald bei Schloss Eberstein und wurden gleich mit einer grandiosen Aussicht belohnt...

Talpanorama an Schloss Eberstein
Drei Trophy-Schweine im Schwachzwald Drei Trophy-Schweine im Schwachzwald
Drei Trophy-Schweine im Schwachzwald

Nach weiteren vier Stunden Fahrt auf den verwundenen Schwarzwaldstraßen fanden wir endlich ein Plätzchen, wo wir eine Fotosession mit unseren Mopeten abhalten konnten. Eine solche Ansammlung von Eisenschweinen in freier Wildbahn lässt sich schließlich nicht alle Tage ablichten.

Mit einem Schwarzwaldpanorama im Hintergrund konnten wir so ein paar ganz nette Fotos schießen...

Drei Trophy-Schweine im Schwachzwald

Da es dann auch schon auf den Abend zuging, traten wir allmählich den Rückweg zum Campingplatz an. Beim Austritt aus dem Schwarzwald fuhren wir öfters auf verlassenen und endlos geraden Straßen wie Lucky Luke in den Sonnenuntergang, oder vor eben diesem davon.

Kurz vor 23 Uhr erreichten wir endlich den Campingplatz. Das Viertelfinale 'Spanien - Frankreich' hatten wir uns ganz bewusst nicht antun wollen, um den schönen Tag nicht zu ruinieren. Stattdessen warfen wir zu später Stunde noch den Grill an und es gab das unterwegs organisierte Fleisch!

Richy gibt den "Lonesome Rider" Fleisch!

Richards Abreisetag - 24. Juni

Da Richard leider am Montag wieder arbeiten musste, haben wir ihn noch ein Stückchen begleitet. Wie bereits vom Wetterbericht angesagt war das Wetter leider sehr bescheiden, es war bewölkt, sehr windig und es tröpfelte einige Male. Unterwegs hatte ein netter Zeitgenosse einige Mopeds in einem heruntergekommenen Laden in das Schaufenster gestellt. Auf den ersten Blick wirkte die Puch noch recht gut in Schuss, bei näherem hinsehen war jedoch etwas mehr zu tun als nur den Tank zu befüllen und direkt durchzustarten. Wir ließen die Puch zurück und fuhren schließlich weiter. Nach einer kurzen aber sehr windigen Mittagsrast verabschiedeten wir Richard auf seinen letzten paar Kilometern und fuhren allmählich Richtung Zeltplatz zurück.

Puch im Schaufenster Letztes Gruppenfoto
Hier wird scharf geschossen

Durch reinen Zufall fanden wir ein "Technikmuseum" wobei es auch als Schrottplatz bezeichnet werden könnte. Wir haben uns nur das Außengelände angesehen, ein Blick von außen in die Hallen reichte uns für diese lieblos zusammengeworfene Sammlung aus. Auf dem Außengelände rosteten einige Panzer, Flugzeuge und sogar komplette Schiffsdieselmotoren vor sich hin. Alles in allem ein sehr trauriger Anblick, einfach alles verrotten zu lassen.

Ob der Jet jemals wieder fliegt? Flieger
Das letzte Gefecht gegen den Rost Das Kanonenrohr
Dieselmotor

Nach einigen Fotos schwangen wir uns wieder auf die Spochts und ließen uns am Campingplatz eine Pizza schmecken. Das Spiel England gegen Italien konnte uns heute auch nicht mehr begeistern, morgen würde alles besser werden.