Touren 2007

Saisonauftakt mit der Kuh am 11. / 12. März

Kuh in der Sonne am Highway to Hell

Endlich kamen die ersten halbwegs brauchbaren Frühjahrstage. Am 11. März schnappte ich mir erst am frühen Abend die Kuh und es ging nur zu einer kurzen Runde über Eupen, den sogenannten "Highway to Hell", eine Betonplattenstrecke, nach Monschau und einen Fotostop am Westwall bei Paustenbach zurück.

Die Stelle am Westwall merkte ich mir schonmal für stimmungsvolle und geschichtsträchtige Fotos.

Kuh im Westwall Kuh im Westwall
Eifelpanorama mit Rursee
Gerolsteiner Sprudelfabrik in der Abendsonne

Am folgenden Tag kam ich früher los. Bei der Tour kamen weniger Bilder aber dafür mehr Kilometer rum.
Eine Eifelaussicht inklusive Rursee und die Gerolsteiner Sprudelfabrik in der Abendsonne sind die einzigen Highlights, die ich im Bild festhielt und damit auch der Rest der verkümmerten Erinnerung an diesen Tag zwinkernd

Endlich wieder Luxemburg mit der Kuh am 26. März

Luxemburg aus der Sicht der Kuh

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Die letzte Tour hatte mich mit dem Motorradvirus für dieses Jahr infiziert und das Wetter spielte wieder mit. Also nach der Vorlesung auf nach Luxemburg.

Wie üblich fuhr ich die Strecke durch Belgien über Sourbrodt, Waimes, St. Vith und in Luxembourg weiter Richtung Clervaux. Unterwegs auf der dort gut ausgebauten und damit langweiligen Straße bog ich zu einer Pause auf einen Feldweg ab. Wie immer ergaben sich dabei fast zwangsläufig schöne Aussichten!

Luxemburger Panorame unweit der Hauptstraße
Pause auf einem Waldweg
Waldwegin der anderen Richtung

Nachdem ich der Hauptstraße noch einige km gefolgt war verlor ich die Lust und auch die noch kurzen Tage machten sich schon bemerkbar: es wurde kühler.
Für den Rückweg bog ich auf eine Straße ins Ourtal ab, dem ich dann folgte. Kurz bevor die Straße das Tal wieder verlässt überquerte ich eine Brücke und damit die Grenze nach Deutschland. Aber nur um erneut eine kleine Pause auf einem Waldweg einzulegen.
Für den Rückweg wollte ich weiter der luxemburger Straße folgen, warum sieht man unten. Mittlerweile ist diese Strecke leider in einem so maroden Zustand, das die geschwungenen "Steilkurven" fast keinen Spaß mehr machen.

Enge Kehre raus aus dem Ourtal Extremst geniale Streckenführung mit Steilkurvenschikanen
Vennpanorama am Abend
Venn aus Sicht der Kuh

Für den Rückweg von Luxemburg nach Aachen wählte ich die Strecke über Malmedy. Wie so viele Touren endete auch diese mit dem wirklich beeindruckenden Blick über das Hohe Venn in der Abendsonne!

Schon wieder Luxemburg mit der Kuh am 27. April

Feldweg in Luxemburg

Zaungast beim Picknick

Wiesengewächs

An diesem schönen Freitagnachmittag machte ich erneut mit der BMW eine kurze Tour nach Luxemburg. Diesmal stand bei dem schönen Wetter die Entspannung im Vordergrund und ich suchte mir etwas Abseits der Hauptstraße ein ruhiges Fleckchen für ein Picknick.

Als ich später weiter fuhr, bog ich immer wieder in Feldwege ein. Dort ist man wirklich ganz für sicher allein und kann in Ruhe die Landschaft genießen.

Weg zu einem anderen Feld
Aussicht über Luxemburg
Burg von Vianden über der Our-Staumauer

Wie immer, wenn ich in Luxemburg bin, fuhr ich vor dem Heimweg noch durchs Our-Tal bis Vianden. Die dortige Burg wurde an diesem Tag besonders fotogen angeleuchtet, nur der Baukran verschandelt das Bild etwas.

Dann gings nach Hause, bevor die Tour in Anstrengung ausartet...

Burg von Vianden Burg von Vianden

Entspanntes Eifelswingen mit der HuFu am 3. Mai

HuFu vor Eifelpanorama

Nach jeder Menge Touren mit der BMW hatte ich nochmal Lust auf meine kleine 150er ES. Zu viele Kilometer sollten es aber heute nicht sein, stattdessen war mir nach entspanntem Swingen in schöner Landschaft. Also ging es in die nahegelegene Eifel.
Hier bog ich gerade oberhalb von Monschau auf die in die Altstadt führende Straße ab.

Feldweg Straße zur Monschauer Altstadt
Monschauer Altstadt Monschauer Altstadt

Endlich dachte ich auch mal daran Fotos der wirklich nett anzusehenden Monschauer Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern zu machen.

Ortseingang Widdau Serpentine in Widdau
Feldweg am Ortausgang von Widdau

Von Monschau aus fuhr ich weiter ins Rurtal. Dort machte ich einen kurzen Abstecher nach Widdau. Die Straße führt ziemlich steil aus dem Tal hinauf, das lachte mich so geradezu an. Belohnt wurden die Mühen mit der freien Sicht auf diese Löwenzahnpracht.

Löwenzahnacker am Ortsausgang Widdau
Straße durchs Rurtal Rur neben der Straße

Da ich mich nicht noch weiter von zu Hause entfernen wollte, kehrte ich wieder um ins Rurtal und fuhr dort weiter. Bei der tiefstehenden Sonne war die Strecke ein wahrer Genuß. Sie ist nicht nur angenehm zu fahren, auch die Blicke auf die Rur, die man immerwieder erhaschen kann, sind es wert diesen Weg in seine Touren einzuplanen.

Blick ins Rurtal Blick ins Rurtal
Brücke über die Rur Brücke über die Rur
Weg aus dem Rurtal

Leider hat alles schöne ein Ende, so auch das Rurtal, daß ich hier gerade verlassen hatte. Mit einem Blick auf den Rursee ging dann auch die Tour langsam zu Ende und ich machte mich auf den (kurzen) Heimweg. Der Tag war ganz so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte, so daß ich tiefenentspannt zu Hause ankam und am liebsten gleich wieder losgefahren wäre...

Rursee Eifelpanorama

Ausgedehnte Venntour mit der HuFu am 5. Mai

Waldstrasse voller Schlaglöcher in Belgien

Diesmal wollte ich mit der HuFu nach Belgien. Um das sagenhafte Fahrwerk richtig genießen zu können suchte ich mir möglichst kleine Straßen in Belgien auf der Kachte raus.
Los gings erstmal nach Eupen, dann Richtung Malmedy und unterwegs rechts ab in den Wald um zur Straße nach Spa zu gelangen. Der Weg ist sehr idyllisch, doch auch derart mit Schlaglöchern gespickt, daß ich mir dort schonmal beide Felgen krumm fuhr.

Auf dem weiteren Weg nach Spa ließ sich das Panorama unten ablichten.

Vennpanorama auf dem Weg nach Spa
Privatwegbrücke mit Holzbelag Aussicht von der Brücke ins Flusstal

Spa durchquerte ich in Richtung Remouchamps, wo ich auf die N633 Richtung Trois-Ponts abbog. Rechts der Straße bog ich in einen kleinen Privatweg ein um mir dort in Ruhe eine Pause zu gönnen. Daraus wurde leider nichts, da dieser Weg nur zu der Villa (unten) führt. Dafür belohnten mich der Blick ins Flußtal und die alte, holzbeplankte Brücke über den Fluß.

Das Haus zum Weg
Beliebte belgische Heizerkreuzung auf der N633 Hier darf man mit dem Oldtimer nicht den steilen Waldweg runter

Wenige km später: Auf dieser Kreuzung scheinen viele Belgier ihren Spaß beim Abbiegen zu haben, das ist allemal ein Foto wert!
Neben der Hauptstraße  kündigte dann ein Schild einen Weg mit einer enormen Steigung an, genau das richtige für mich. Also quälte ich die HuFu im zweiten Gang mit Vollgas den Berg hoch und hatte dabei noch Zeit dieses schöne alte Verbotsschild zu knipsen. Hinter dem Schild ging es mit einem affigen Gefälle in den Wald und ich mußte an Obelix' weise Worte denken: "Die Spinnen die Belgier!" ...Wer wäre denn so blöd mit seinem Oldtimer da runter zu fahren?!

Endlich nochmal gradeaus! Ortseingang von La Gleize

Weiter gings wieder Richtung Trois-Ponts. Auf der langen Geraden hätte ich einen guten Schnitt fahren können, wenn ich mir nicht mit dem Fotostop den Schwung genommen hätte. Dafür verpasste ich am nächsten Ortseingang auch nicht den Blick auf das alte Gemäuer, das schon im Schatten lag, und mußte wiederum zum Knipsen anhalten.
Apropos Schatten: Es wurde langsam spät und ich schlug den Heimweg ein, aber natürlich nicht um meinen Kleinststraßen untreu zu werden. Auf einer der schmalen Straßen Richtung Spa machte ich die letzten Fotos des Tages. Ab da ging es auf einer ähnlichen Strecke, wie auf dem Hinweg, zurück nach Hause.

Noch eine belgische Straße Bewaldung im Venn
Andere Blickrichtung.. Ginster blüht

Tour mit dem Eisenschwein zu Richard und den Alpen vom 19. bis 22. September

Pause in Koblenz Obstplantage
Burg im Stau

Nachdem mein Kumpel Richard dem Ruf des Geldes nach Augsburg gefolgt war stand ein Besuch mit dem frisch erworbenen Eisenschwein aus, den wir mit einer Tour in die nahen Alpen versüßen wollten.
Also machte ich mich früh morgens auf die Reifen und erst in Koblenz die erste Pause auf der "falschen"  Rheinseite. Den restlichen Weg hatte ich weiterhin ohne Autobahn geplant und sollte mich durch einige Flusstäler führen: Lahntal - Maintal -Taubertal. Abends wollte Richard mich dann in Ansbach abholen, da dort meine Karte endete.

Die Alpen in Sichtweite Hohes Schloss von Füssen

Die lange Anreise hatte mich ziemlich geschlaucht und deswegen waren wir früh schlafen. Als positiver Nebeneffekt konnten wir am nächsten Morgen genauso früh wieder "losmachen". Auf der gut ausgebauten Bundesstraße hatten wir schnell die Alpen in Sichtweite. In Füssen machten wir einen kurzen Fotostop am "Hohen Schloss", obwohl wir eigentlich Nauschwanstein sehen wollten.. sei's drum!

Von Füssen aus ging es dann über Reutte Richtung Fernpass, den wir leider mangels "Bepperl" nicht nutzen konnten. Stattdessen nahmen wir den wahrscheinlich ohnehin viel schöneren Weg durchs Namlostal.

Ein Eisenschwein bestaunt die Alpenfelsen Da wollten wir dann auch hoch
Hoher Berg Mehr Berge

Nach vielen weiteren Tälern und Pässen, deren Namen mir leider mittlerweile entfallen sind, mußten wir uns schon fast langsam auf den Heimweg machen. Um nichts zu verpassen fuhren wir aber noch jeder kleine Straße die sich einen Berghochschlängelte hoch und dann wieder runter, da es meistens Sackgassen waren. Immerhin konnte man dort endlich mal in Ruhe ein paar schöne Fotos machen!

Zwei Eisenschweine in den Alpen Mein Eisenschwein vor einem Alpenpanorama
Noch mehr Berge Der Weg, den wir kamen

Im Dunkeln brachten wir die letzten Pässe hinter uns, es wurde langsam empfindlich kalt in den Bergen. Dafür rannte die Emme auf einmal wie bescheuert. Das hätte mir eine Warnung sein sollen...zu dem O-Ton Richard "Sack Nüsse auf Speed"-Klang den der Motor bereits seit dem Kauf hatte gesellten sich bald weitere Geräusche.
Nach 700 km Anfahrt am Vortag und weiteren 600 km übelster Alpenheizerei, war, natürlich auf der Schnellstraße in Augsburg, wenige km bevor wir bei Richard zu Hause gewesen wären, der Zeitpunkt gekommen: In einer Baustelle flogen glühende Lagernadeln aus dem Auspuff, das Pleuellager war damit außer Gefecht und der Motor starb ab.
Mittlerweile war es nach 0 Uhr und keiner hatte Lust noch den ADAC zu rufen. Kurzerhand schoben wir das Motorrad durch die Baustelle auf die angrenzende Schmidtkunzstraße und ketteten sie vor einem Altenheim an. Ich fuhr als Sozius mit Richard weiter.
Am nächsten morgen begutachteten wir die Sache nochmals und riefen dann den ADAC, der mir erst etwas von Totalschaden erzählte. Dank Oldtimerstatus und Plus-Mitgliedschaft würden sie mir die Maschine dann aber doch nach Aachen transportieren, für mich gab es einen Leihwagen aus dem Fuhrpark. So nahm ein Wochenende, daß genial begonnen hatte ein viel zu abruptes Ende. Bis heute haben wir es auch leider nicht geschafft das Verpasste nachzuholen...

Ende der Tour in der Schmidtkunzstraße Eisenschwein  auf'm Schandwagen