Schottland 2011 (Seite 5)

Tag 12, 08.06.2011: Thornhill - Hayfield

Frisch erholt stand ich auf und bekam ein kleines Frühstück. Dann musste es jedoch recht schnell gehen, da der Hund von Andy und seiner Frau einen Termin beim Tierarzt hatten. Der Hund, eine einjährige Englische Bulldogge, musste sterilisiert werden. Dafür, dass das Tier fast noch ein Welpe war, war es schon ziemlich ausgewachsen und vor allem schnell. Die Verspieltheit verriet allerdings noch den Welpen...
Das ist Andy
ein Baum
Eisenschwein in Nahaufnahme
Goodbye Scotland, hello England!

Das Wetter war an diesem Tag, wie im Wetterbericht angekündigt, mies, es war Regen über ganz England angesagt.
Von Thornhill aus fuhr ich wieder, wie auf der Hinfahrt schon, zwischen Manchester und Sheffield durch, um wieder nach Hayfield zu gelangen. Durch einen Navigationsfehler gelang ich allerdings bis nach Oldham und so langsam zog sich der Verkehr zu: Ich war quasi mitten im Großstadtverkehr. Ich flüchtete von der Straße und suchte auf der Karte meinen derzeitigen Standort. Da es in Strömen regnete, war mein mitgenommenes Navi nicht zu gebrauchen, da es nicht wasserdicht ist. Also fragte ich jemanden, der mir sagte, wo ich eigentlich war und auf meine Frage, wie ich denn hier rauskäme, nur sagte: Über die Autobahn, es gäbe keinen anderen Weg hier raus. Da er mir auch so langsam suspekt vorkam, entschied ich mich, den gekommenen Weg wieder zurück zu fahren, bis ich aus dem Moloch wieder rauskomme.
Als ich das geschafft hatte, hatte ich auch meinen Weg wieder gefunden und konnte so den Zeltplatz in Hayfield erreichen. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und ich baute das (inzwischen stinkende, weil 2 Tage nass eingepackte) Zelt auf. Bei den Zeltplatzbesitzern erbettelte ich noch ein wenig heißes Wasser (mein Kocher war ja nicht mehr betriebsbereit) und auch das Abendessen war gesichert.


Gefahrene Route

neues Lager... könnte mal geputzt werden...

Tag 13, 09.06.2011: Hayfield - Folkstone

Muh! Folkstone - Zeltplatz

Das Wetter war ganz gut an diesem Morgen, so wollte ich die Etappe bis nach Dover hinter mich bringen. Der eigentliche Plan, nochmal durch Wales zu fahren, wurde über Bord geworfen, ich wollte das gute Wetter noch nutzen, solang es ging, aber vor allem wollte ich nach Hause. Das Wetter war auch den ganzen Tag stabil und ich hatte eine wenn auch wenig spannende, so doch immerhin entspannende Fahrt bis nach Folkstone, wo ich mir den letzten Zeltplatz für diese Reise suchte.

Gefahrene Route

Tag 14, 10.06.2011: Folkstone - Aachen

Das Wetter zog sich langsam zu, auch Regen wurde angekündigt. Aber das störte mich nicht mehr, ich konnte das Zelt trocken einpacken und würde es für diesen Urlaub auch nicht mehr auspacken müssen. Das Fährticket war wie gewohnt teuer (45 Pfund), ich bekam leider das Ticket für die 8 Uhr-Fähre nicht mehr (zu spät) und musste 2h im Regen warten. Während der Wartezeit kam noch eine Biker-Gang (irgendwelche "Outlaws") dazu, deren Mitglieder allesamt erheblich älter als meine ES waren, daher verzieh ich ihnen auch den Krawall, den ihre (recht neuen, aber immerhin gut gebraucht aussehenden) Harleys veranstalteten, sie hörten sicher selber nicht mehr viel davon. Dass sie dann auch bei Ankunft der Fähre schon ihre Motoren starteten, obwohl noch 20 Minuten Zeit war, war dann auch nicht weiter verwunderlich. Vermutlich waren sie sich nicht sicher, ob ihre Eisen aus Milwaukee gleich anspringen würden. Ich wartete bis zum letzten Augenblick und war doch vor denen auf der Fähre.
Beim Warten auf die Fähre
eine hübsche ES, davor ein amerikanisches Neueisen
Tschüss England!
Letzter Blick auf England

Nach Ankunft in Frankreich (es regnete und sollte auch nicht mehr aufhören) fuhr ich wieder die Autobahn bis Huy in Belgien. Auf der Autobahn gab es einen wirklich langen Stau, den ich aber glücklicherweise zwischen den Autos "umfahren" konnte. Dank zweier Harleys (wieder extrem laut, aber diesmal wars nützlich) vor mir wurde auch immer brav Platz gemacht, so dass ich relativ schnell aus dem Stau rauskam. In Huy dann wieder Stau, aber auch dort wurde mir (auch ohne Lärm zu machen) Platz gemacht. Danach fuhr ich noch ein wenig durch die Ardennen, bis ich in Aachen ankam.
Nach ein paar Steaks und viel Gequatsche konnte ich dann endlich wieder unter einem festen Dach schlafen.


Ankunft in Frankreich Dat is'n Dampfmaschin
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